Autobiografien & Chroniken

 

Günther Herbst

Ackerpferd und Schützengraben


Günther Herbst wird 1924 in ländliche Verhältnisse hineingeboren. Schon als Junge bewirtschaftet er den elterlichen Bauernhof in Oberschwöditz bei Zeitz mit, den er später mit seiner Ehefrau ausbaut und bis ins hohe Alter führt. Zwei Jahre vor seinem Tod wird Günther von seinem Enkel Matthias gebeten, aus seinem Leben zu erzählen – aus den Tonbandaufzeichnungen entsteht dieses Buch.

Der Großvater berichtet darin in sparsamen, stets auf das Wesentliche konzentrierten Worten von den prägendsten Zeiten seines Lebens: den Jahren als Soldat im Zweiten Weltkrieg und den Jahren als Genossenschaftsbauer in der DDR. Dass er sich noch 1945 von der Ostfront in die Heimat retten kann, verdankt er seinem kühlen Kopf. Mit dem gleichen gesunden Menschenverstand kämpft er in der DDR um seine Selbstbestimmung. Als die Bauern ab 1952 gezwungen sind, ihre Betriebe unter staatliche Aufsicht zu stellen, widersetzt er sich, solange es geht. Später bewahrt er sich als Genossenschaftsvorsitzender ein Mitspracherecht über seinen Hof.

Zeitlebens lehnt Günther Herbst die verschiedensten Privilegien zugunsten seiner Eigenständigkeit ab. Seine Nachkommen, für die dieses Buch geschrieben ist, werden in ihm einen klugen, eigenwilligen Mann kennenlernen, der nie viele Worte um sich selbst machte und sich niemals korrumpieren ließ.

Biografikon bearbeitete das Manuskript und übernahm Lektorat, Satz, Layout und die Herstellung.